ROBERT SCHUMANN

Sonntag, 4. November 2018, 17:00 Uhr

Manfred Op. 115 (Auszüge)
Requiem für Mignon Op. 98b
Nachtlied Op. 108
Requiem Op. 148

Jahreskonzert des Cantus Zürich

Kirche Neumünster Zürich > Stadtplan

Informationen zu den Werken

Von den einen als kraftlos und einfallsarm verachtet, von den anderen als zukunftsweisend gefeiert, sind Schumanns späte Kompositionen in der Musikwelt auch heute noch umstritten. Für mich persönlich sind es zerrissene und abgrundtiefe Werke, die mich seit langer Zeit beschäftigen und immer wieder begeistern.

Robert Schumann (1809 – 1856) ist der deutsche romantische Komponist par excellence. In seiner Nähe zu zeitgenössischen Schriftstellern bemühte er sich in seinen Kompositionen um den Ausdruck eines poetischen Ganzen. Mit Leidenschaft schrieb er in der von ihm gegründeten „Neuen Zeitschrift für Musik“ und setzte sich mit seiner Frau, der Pianistin und Komponistin Clara Schumann, für die wichtigen Komponisten seiner Zeit ein.

Das erste Jahrzehnt seines Schaffens stand ganz im Zeichen des Klaviers. Danach entstand eine Fülle von Liedern; erst 1841 wandte sich Schumann dem Orchester zu.

Doch schon in dieser Zeit begann er unter Depressionen und Erschöpfungszuständen zu leiden, die seine Schaffenskraft nachhaltig beeinträchtigen und schliesslich zu seinem frühen Tod führen sollten.

1848 entstand seine Musik zu „Manfred“. Von der Zerrissenheit des Helden in der Schauspielmusik von Lord Byron fühlte sich Schumann in seiner psychisch labilen Verfassung direkt angesprochen. Wenig später entstanden das „Requiem für Mignon“ nach Goethes „Wilhelm Meister“ sowie das schwärmerische „Nachtlied“, in dem er ein Gedicht von Friedrich Hebbel vertonte.

Nach seiner Anstellung als Generalmusikdirektor in Düsseldorf (1850) schrieb Schumann neben seinen beiden Oratorien auch das „Requiem in Des-dur“ für Soli, Chor und Orchester, sein letztes Werk, das er selber nie hören sollte und das auch heute nur ganz selten aufgeführt wird.

Walter Riethmann

Mitwirkende

Sopran: Aurea Marston und Regula Grundler
Alt: Susanne Puchegger und Monique Zubler
Tenor: Yannick Badier
Bariton: Hubert Michael Saladin

Leitung: Walter Riethmann

Chor: Cantus Zürich
Orchester: Europa-Kammerphilharmonie

Flugblatt

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